Bei der Geburt kann die Mutter verlangen, dass das Geheimnis ihrer Herkunft und ihrer Identität gewahrt wird. So heißt es in § 341 des französischen Gesetzbuches. Eine entsprechende Regelung gibt es in Deutschland noch nicht. Trotzdem ist die anonyme Geburt im Krankenhaus möglich und auch legal.
Kostenlose, bundesweite Notrufnummer für Schwangere, die anonym entbinden möchten:
Tel. 0800/456 0 789
Wir holen Schwangere ab, begleiten sie zur anonymen Geburt und helfen ihnen auch danach. Viele Kinder, die in den Babyklappen von SterniPark und anderer Initiativen abgegeben worden sind, sind offenkundig irgendwo heimlich geboren worden. Über die unwürdigen Umstände einer solchen heimlichen Geburt berichtet Dana. Mutter und Kind sind wegen der fehlenden medizinischen Betreuung gefährdet. Deswegen sollte es möglich sein, ohne Angaben von Namen in einem Krankenhaus entbinden zu können.
Aus dem Grunde setzt sich das Projekt Findelbaby für eine klare gesetzliche Regelung der anonymen Geburt im Krankenhaus auch in Deutschland ein.
Dabei geht es nicht nur um die anonyme Geburt, sondern darum, dass schwangere Frauen schon rechtzeitig vor der Geburt betreut werden können, ohne ihren Namen zu nennen, und danach ausreichend Zeit für eine Entscheidung über ihre Zukunft und die Zukunft des Kindes haben.
Als Mitstreiterinnen haben wir prominente Frauen, die sich in einem Brief an die damalige Bundesjustizministerin und prominente Männer, die sich an den damaligen Bundeskanzler gewandt haben. Im Bundestag wird über Gesetzesänderungen diskutiert. Im Mai 2001 fand dazu eine Sachverständigenanhörung statt. Die anonyme Geburt wurde von zahlreichen Landesministerinnen unterstützt. In Hamburg haben Bürgerschaft und Senat die Voraussetzungen für die anonyme Geburt im Krankenhaus geschaffen.
Die anonyme Geburt und Babyklappen werden jetzt auch in anderen Ländern ermöglicht, unter anderem in den USA und in Österreich.
Am 8. April 2000 eröffnete SterniPark in Hamburg-Altona die erste Babyklappe. Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums gab der Verein eine Pressekonferenz in der Goethestraße 27 - mehr dazu lesen Sie hier.
Seit Einführung der Babyklappe in Österreich sind Kindstötungen deutlich zurückgegangen, ergab eine Auswertung der Zahlen von Neonatizid-Fällen der Jahre 1995 bis 2005. Den vollständigen Artikel der Medical Tribune lesen Sie hier.
In Österreich sind Tötungen von Neugeborenen seit Einführung der anonymen Geburt zurückgegangen. Lesen Sie hier mehr dazu.
Aufgrund der aktuellen Berichterstattung finden Sie hier noch einmal unsere Mitteilungen von der Pressekonferenz des Projekts Findelbaby aus dem Dezember 2008.
Das Projekt Findelbaby existiert nun bereits seit 9 Jahren. Auf der diesjährigen Presse- Konferenz wird ein Blick zurück in die Vergangenheit gerichtet, aber auch vielmehr ein Blick in die Zukunft der Stiftung. Alle Unterlagen zu der Pressekonferenz erhalten Sie hier.
Das Buch schildert Schicksale von Frauen, die aus Angst verstoßen zu werden, ihre Schwangerschaft so lange verheimlichen, bis sie heimlich entbinden müssen. Es erzählt von Frauen, die ein Kind erwarten und selbst noch eins sind.



